Die weltweite Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) ist
für rund zwei Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich,
rechnen die Analysten von Gartner vor. Der Wert, der kaum von
dem der gesamten Luftfahrtindustrie abweicht, sei "unhaltbar",
heißt es bei den Marktforschern. In die CO2-Bilanz des
IT-Einsatzes rechnet Gartner unter anderem die Kosten für
den laufenden Betrieb von PCs, Servern, Kühltechnik, Festnetz-
und Mobilfunktechnik, Local Area Networks (LANs), Büro-Telekommunikation
und Drucker ein. Hinzu kommt der Energieaufwand, der für
Design, Produktion und Distribution der Geräte benötigt
wird, sowie der Unterhalt der gesamten öffentlichen und
privaten IT- und TK-Infrastruktur weltweit. Unterhaltungstechnik
jenseits von Handys und PCs lassen die Marktforscher in ihrer
Betrachtung außen vor.
Heute sorgen sich immer mehr Firmen um Stromkosten und CO2-Emissionen.
Angesichts des galoppierenden Klimawandels ändert sich
die Wahrnehmung rund um den Globus - in einigen Ländern
früher, in anderen später. Das starke Medieninteresse
hat zur Folge, daß sich Verbraucher bei ihren Kaufentscheidungen
zunehmend auch an den Umweltschutzanstrengungen ihrer Lieferanten
orientieren.
Was Gartner IT-Abteilungen konkret empfiehlt:
* Erheben Sie den Stromverbrauch für die ITK-Infrastruktur;
* Nutzen Sie weniger Server und Drucker, lasten sie die vorhandene
Geräte besser aus (Virtualisierung);
* Verbessern Sie die Kapazitätsplanung und vermeiden Sie
Überversorgung;
* Prüfen Sie die Effizienz Ihrer Kühltechnik;
* Nutzen Sie Vorrichtungen für das Energie-Management und
regeln Sie den Stromverbrauch herunter, wenn es möglich
ist. Auch Ausschalten ist eine Alternative;
* Setzen Sie Geräte möglichst lange ein und geben
Sie sie intern oder extern weiter, damit sie auch künftig
zum Einsatz kommen;
* Sichern und validieren Sie die korrekte Planung und Zuteilung
des gesamten elektronischen Equipments;
* Analysieren Sie den Elektronikschrott.
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Gartner: Unternehmen halten an Green IT fest  
Die Unternehmensberatung Gartner hat in einer Befragung bei
620 Unternehmen weltweit herausgefunden, daß die meisten Firmen
trotz Wirtschaftskrise an Green-IT-Projekten festhalten.
Gartner realisierte seine Umfrage im Dezember 2008 in den USA,
Europa, im asiatisch-pazifischen Raum sowie in Lateinamerika.
Die Unternehmensberatung wollte herausfinden, welche Auswirkungen
die weltweite Rezession auf IT-Projekte hat. Hier richteten die
Analysten ihr besonderes Augenmerk auf solche Vorhaben mit ökologischem
Bezug. Überraschenderweise hat die Krisensituation keine gravierenden
Auswirkungen auf IT-Projekte insbesondere in Europa.
Simon Mingay, Autor der Studie, bestätigte denn auch den
Eindruck, daß Green IT in Europa einen wesentlich höheren
Stellenwert besitzt als in anderen Kontinenten. Das Bewusstsein
für Ökologiethemen sei auf dem alten Kontinent wesentlich
stärker ausgeprägt.
Mingay, dem der Begriff Green IT zugeschrieben wird, obwohl er
sich von ihm als wenig aussagekräftig distanziert und der
stattdessen von "Environmentally sustainable IT" spricht,
sagt, daß zwei Entwicklungen das Thema Ökologie in der
IT besonders vorangetrieben haben: Zum einen habe sich der Klimawandel
mittlerweile als sehr ernst zu nehmende Tatsache in den Köpfen
der Menschen festgesetzt. Zum anderen kämpften Rechenzentren
zunehmend mit Engpässen in der Energieversorgung.
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